Werders Frauen geht am Ende die Puste aus
Bis auf die Schlussminuten war es ein gutes Testspiel. Weil sie kurz vor dem Ende zwei Treffer kassierten, trennten sich Werders Fußballerinnen nur mit einem 4:4 (2:2)-Unentschieden vom 1. FFC Recklinghausen.
"Die beiden Gegentore waren natürlich ärgerlich, aber ansonsten haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht", kommentierte Werder-Coach Dirk Hofmann die Partie. Seine Mannschaft war in der ausgeglichenen ersten Halbzeit durch Stephanie Goddard (7.) und Maren Wallenhorst (31.) in Führung gegangen, hatte jedoch jeweils postwendend den Ausgleich kassiert (14., 35.).
Nach der Pause drehten die Bremerinnen allerdings auf und übernahmen das Geschehen auf dem "neutralen" Platz in Bad Laer. Der 25-Meter-Freistoß von Lisa-Marie Scholz (56.) sowie der Treffer der eingewechselten Kira Buller (75.) stellten eine rundum verdiente 4:2-Führung sicher. Da er nun deutlich unterlegen agierte, war der Tabellenführer der Regionalliga mit diesem Zwischenstand sogar noch gut bedient. Es konnte ja auch niemand damit rechnen, dass die Bremer Hintermannschaft dieses Spiel vorzeitig beenden und dem Gegner zwei späte Treffer (89., 90.) gönnen würde.
Aus einem sicheren Erfolg für Werder wurde doch noch ein schmeichelhaftes Remis für Recklingshausen. So richtig klappte es also nicht mit einem gelungenen Einstand von Chadia Freyhat auf der Trainerbank.
Die 29-Jährige fungierte erstmals in dieser Saison nämlich als Assistentin von Dirk Hofmann - nachdem sie ihre aktive Karriere nun an den Nagel hängen musste. Nach einer komplizierten Knieverletzung in 2009 hatte sich Freyhat zwar vor rund zwei Jahren zurückgemeldet. Doch ohne Beschwerden war sie nie geblieben. "So konnte es nicht weitergehen, daher kommt dieser Schritt nun genau richtig", so Freyhat nach 69 Spielen für Werders Frauen. Sie verfügt als Trainerin der Buntentor-Jugend bereits über Erfahrungen im ihrem neuen Tätigkeitsbereich.
Text: Stefan Freye