Koser: ''Bis zum letzten Spieltag zittern''
Am Sonntag, 4. März, muss sich der stark abstiegsgefährdete SV Türkspor in der Fußball-Bremen-Liga (Beginn 15:00 Uhr) gegen den Nachbarn Blumenthaler SV nach der Winterpause wieder erstmals bewähren. Keine guten Erinnerungen hat die Koser-Elf an den letzten Punktspielauftritt im vergangenen Jahr. Mitte Dezember verloren die Blumenthaler bekanntlich gegen den Brinkumer SV mit 0:2 Toren.
Eigentlich wollte der SV Türkspor in Sachen Spielerkader noch einmal aufbessern, doch am Ende drehte sich das Personalkarussell nur recht wenig. "Wir kontakteten mit vier Spielern, doch sollte das Quartett eine sechsmonatige Sperre aufgebrummt bekommen. So mussten wir davon leider Abstand nehmen", ärgerte sich Koser.
Immerhin kehrte Ugur Akcan wieder an den Burgwall zurück. Der Ex-Grohner war aus privaten Gründen für ein halbes Jahr in Hamburg. "Wenn er fit ist, kann er uns vor allem im Mittelfeld weiterhelfen" (Koser). Im Gegenzug verabschiedete sich aber Zinar Sevimli wieder. Der erfolgreiche Stürmer, acht Saisontreffer, kehrte nach einem kurzen Gastspiel aus privaten Gründen nach Oldenburg zurück. "So haben wir natürlich erhebliche Probleme in der Offensive", klagte Koser. In die Bresche sollen nun der Routinier Bayram Özkul und Wirbelwind Bilal Subasoglu springen.
Ein Testspiel absolvierte der Nordklub in Osterholz-Scharmbeck. Beim Kreisligisten SV Barisspor setzte sich das SVT-Team mit 4:0 (Tore: Bilal Subasoglu, Turgay Kaptan, Ugur Akcan, Emre Uca) durch. "Barisspor spielte gut mit, hatte auch ein paar Chancen. In der Bremen-Liga weht aber schon ein anderer Wind", berichtete der Türkspor-Trainer Erhan Koser, der ein Wiederholungsspiel gegen Barisspor im Burgwall-Stadion im Sommer plant.
17 Bremen-Liga-Spiele liegen bisher hinter dem Vorletzten SV Türkspor. Erst dreimal gingen die Blumenthaler als Sieger vom Feld. Ein Remis und gleich 13 Niederlagen mussten die Koser-Schützlinge hinnehmen. Die Spielpause nutzte das Nordlicht vor allem, um sich im konditionellen Bereich zu verbessern. "Wir trainierten dreimal in der Woche und haben vor allem Kondition gebolzt" (Koser). In Sachen Klassenerhalt muss auf jeden Fall zugelegt und auch mehr Biss gezeigt werden. "Wir müssen in Sachen Abstiegskampf wohl bis zum letzten Spieltag zittern", blickt der SVT-Trainer Erhan Koser voraus.
Text: Olaf Schnell