Werder II gewinnt den 19. Lotto-Hallencup der Frauen
Jubel bei den Frauen des SV Werder Bremen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Gefken gewann den 19. Lotto-Hallenpokal der Frauen. In der Halle der Bezirkssportanlage Süd besiegte der Regionalligist im Finale vor rund 300 Zuschauern den TS Woltmershausen. Eine Überraschung gab es lediglich in der Vorrunde. In der Gruppe 1 landete Topfavorit ATS Buntentor nur auf Platz drei und verpasste somit den Einzug ins Halbfinale. Dorthin verschlug es neben Gruppensieger TS Woltmershausen auch den Geestemünder SC. Die Klockmann-Schützlinge machten erst in ihrem letzen Gruppenspiel mit einem 1:0 über den Lokalrivalen vom OSC das Semifinale perfekt. In Gruppe 2 blieben Überraschungen indes aus. Erwartungsgemäß hielt sich hier die zweite Vertretung des SV Werder Bremen schadlos. Ungeschlagen zog der Regionalligist ins Halbfinale ein. Dorthin begleitetet die Grün-Weißen die BTS Neustadt.
In der Endrunde traten jedoch alle Teams nochmal an, denn jeder Platz wurde ausgespielt. Den neunten Platz sicherte sich dabei der ATSV Sebaldsbrück mit einem eher müden 1:0-Erfolg über den SV Eintracht Aumund. Im Spiel um Platz sieben behielt die zweite Mannschaft des ATS Buntentor erst im Neunmeterschießen mit einem 3:4 über den OSC Bremerhaven die Oberhand. Das Spiel um Platz fünf konnte schließlich die erste Vertretung des ATS Buntentor für sich entscheiden. Das Team vom Kuhhirten besiegte den SC Sparta Bremerhaven mit 3:2.
Im Halbfinale setzte sich zunächst der TS Woltmershausen knapp mit 1:0 gegen die BTS Neustadt durch und löste damit das erste Finalticket. Das einzige Tor des Spieles erzielte dabei Melissa Meyer für die Pereira-Schützlinge. Das zweite Halbfinale ging ein Tor deutlicher an die zweite Mannschaft des SV Werder Bremen. Für das Team von Trainer Thomas Gefken erzielten die Landesauswahlspielerinnen Saskia Bohling und Nina Woller die Treffer, die den Weg ins Endspiel besorgten. Das kleine Finale ging mit ebenfalls mit einem glatten 2:0-Sieg an den GSC aus Bremerhaven. Debby Renken und Charlyn Dietzel trafen für die Seestädterinnen und bescherten ihnen so „Bronze“ bevor das große Finale schließlich anstand.
Dort zeichnete sich zunächst ein offener Schlagabtausch zwischen dem TS Woltmershausen und Werder Bremen II ab. Als sich die Zuschauer bereits langsam auf ein Neunmeterschießen einstellten, was es schließlich Werders Neuzugang Maria Kleinfeld, die nur 90 Sekunden vor dem Ende zum 1:0 abstaubte. Überschattet wurde der Treffer und somit das Finale von einer schweren Schulterverletzung, die sich TSW-Torfrau Sonja Kreidel beim Gegentor zuzog. Sie musste per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Woltmershausen verzichtete anschließend auf die Fortsetzung des Endspiels und die Mannschaft von Werder-Coach Thomas Gefken hatten ihren vierten Turniersieg nach 2008, 2009 und 2010 sicher. Natürlich fiel der Jubel angesichts der schweren Verletzung Kreidels eher mäßig aus, als BFV-Vizepräsident Dieter Stumpe den Siegerpokal überreichte.
„Wir hatten heute von Beginn an die Favoritenrolle inne, sind ihr aber nicht immer vollständig gerecht geworden“, bilanziert Werder-Trainer Gefken den Turnierverlauf und ergänzt, „dass besonders im Finale gute Chancen auf beiden Seiten vorhanden waren“ und sein Team glücklich gewann. „Sonja Kreidel wünschen wir natürlich alles Gute. Ich hoffe, dass sie bald wieder zwischen den Pfosten stehen kann“, so Gefken abschließend.
Text: Oliver Baumgart
Quelle: Bremer FV